Ersatz erfahrener Arbeitskräfte durch KI-gestützte unerfahrene Arbeitskräfte; Quelle: ifo Konjunkturumfragen Mai 2026

Betriebe sehen wenig Potenzial, Berufserfahrung durch KI zu ersetzen

Etwa jedes fünfte Unternehmen in Deutschland (19,2 Prozent), das Künstliche Intelligenz im Betrieb einsetzt, hält es für „leicht“ oder sogar „sehr leicht“ möglich, Arbeitskräfte mit Fach- oder Hochschulabschluss durch KI-unterstützte Arbeitskräfte ohne einen solchen Abschluss zu ersetzen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des ifo-Instituts aus der Konjunkturumfrage im Mai 2026. Nach Branchen gibt es erhebliche Unterschiede: Die Substitution von akademischen Arbeitskräften durch KI-unterstützte Nicht-Akademiker fiele den Unternehmen im Handel (28,6 %) demnach deutlich leichter, als im verarbeitenden Gewerbe (14,6 %) oder im Bauhauptgewerbe (9,3 %).

Noch deutlich schwerer fällt Unternehmen offenbar die Vorstellung, Berufserfahrung von MitarbeiterInnen durch KI-Unterstützung zu substituieren. Hier sind es nach den ifo-Zahlen nur 15,2 Prozent aller KI-anwendenden Unternehmen, die das für leicht oder sehr leicht halten, fast zwei Drittel (62,7 %) bewerten den KI-Ersatz dagegen als schwer oder unmöglich. Auch hier ist die Erwartung eines KI-Ersatzes am ehesten noch im Handel (22,9 %) gegeben. In der Industrie (12,6 %) und im Baugewerbe (7,7 %) sehen Betriebe am wenigsten die Möglichkeit, berufserfahrene Beschäftigte durch KI-unterstützte Unerfahrene zu ersetzen.

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