Personaler erwarten schnell neue Rollen für Berufseinsteiger mit KI
Das KI den Jobeinstieg verändert und in einigen Bereichen auch erschwert, ist in Ansätzen durch Untersuchungen belegt, auch wenn der dezidierte Einfluss Künstlicher Intelligenz auf das Rekrutierungsverhalten von Unternehmen noch nicht wirklich hart untersucht ist. Nun erwarten führende PersonalerInnen großer Unternehmen (über 1000 Beschäftigte) weltweit rasche Veränderungen in den Einstiegsrollen von neuen MitarbeiterInnen im Zuge der KI-Implementierung. „Fast alle (96 %) HR-Führungskräfte erwarten, dass sich Einstiegspositionen innerhalb der nächsten fünf Jahre zu Positionen entwickeln, in denen Mitarbeiter KI-Systeme überwachen oder verwalten“, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung des Technologie-Dienstleister cognizant und des Weiterbildungsunternehmens Pearson mit dem Titel „The AI Workforce Pulse“.
Zudem erwarteten der Untersuchung zufolge 94 Prozent der PersonalerInnen, dass KI in den nächsten fünf Jahren neue Einstiegsrollen generieren werde, die es vorher noch nicht gab. Die Autoren der Studie haben 750 HR-Experten auf Führungsebene in Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Indien befragt.
Die Studie hat auch nachgefagt, wie die KI-Kompetenzen in den Unternehmen aufgebaut werden. Während die Nachfrage nach KI-Weiterbildungen in den Unternehmen steige, fehle es in den meisten Unternehmen an der Weiterbildungsstruktur, um mit dieser Nachfrage mitzuhalten. 91 Prozent der HR-ler berichteten, dass die Anfragen von Mitarbeitern nach KI-Schulungen im vergangenen Jahr gestiegen seien. Dennoch organisieren fast die Hälfte der Betriebe (46 %) nicht proaktiv KI-Schulungen. Die Schlussfolgerung der Autoren: In beinahe allen Branchen führe das schnelle Tempo der KI-Einführung zu einer Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten, die Organisationen hätten, und den Fähigkeiten, die sie benötigten.