US-Forscher: 300 Millionen Jobs weltweit KI-bedroht

Wenn KI im kommenden Jahrzehnt die Unternehmen durchdringen wird, rechnen das US-Wirtschaftsforschungsinstitut Goldmann Sachs Research (GSR) in der Folge mit 6-7 Prozent Arbeitsplatzverlusten auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Wenn es über ein Jahrzehnt dauert, erwartet Goldman Sachs Research einen Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte. „Wenn es schneller geht, sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft viel größer“, sagt Joseph Briggs, einer der Leiter des globalen Wirtschaftsteams bei GSR, in einer Mitteilung. Bisher hätten sich in den Arbeitsdaten keine signifikanten KI-getriebenen Veränderungen im Beschäftigungsmix in der gesamten US-Wirtschaft gezeigt. Zwar hätten Tech-Mitarbeiter und auch andere in den Wissens- und Kreativsektoren, wie Unternehmensberater, Callcenter-Mitarbeiter und Grafikdesigner, eine Bedrohung ihrer Arbeit durch KI erlebt, aber das seien relativ kleine Teile des gesamten Arbeitsmarktes. In Zukunft erwartet Briggs jedoch, dass KI einen viel größeren Einfluss auf die Arbeit haben wird. „Weltweit sind rund 300 Millionen Arbeitsplätze der KI-Automatisierung ausgesetzt. In den USA kann KI möglicherweise Aufgaben automatisieren, die 25 % aller Arbeitsstunden ausmachen“, berechnete das Team von Briggs.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, seien die Beschäftigten, die von der KI in der Wissensindustrie verdrängt würden, womöglich wenig geeignet für die Tätigkeiten, die am dringendsten benötigt werden. „Dazu gehören zum einen gering qualifizierte, niedrig entlohnte Jobs: Fast-Food-Mitarbeiter, Reinigungskräfte, Pflegekräfte für zu Hause“. Auf der anderen Seite werde der Markt auch qualifiziertere technische Arbeit erfordern, wie sie von Bauarbeitern, Ingenieuren, Elektrikern und Linienarbeitern erbracht würden. Allein in den USA werden etwa 500.000 neue Nettoarbeitsplätze besetzt werden müssen, um den wachsenden Strombedarf bis 2030 zu befriedigen, so Goldman Sachs Research.

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