Bitkom-Grafik: Nur 4 von 10 Unternehmen setzen sich Ziele beim Frauenanteil in der IT

Frauen in der IT weiter unterrepräsentiert

Eine repräsentative Erhebung des Digitalverbandes Bitkom zum Weltfrauentag bringt eine ernüchternde Einstellung in vielen Unternehmen zu Frauen in der IT hervor: „Auch im Jahr 2026 sind noch 43 Prozent der Unternehmen der Ansicht, Männer seien für IT- und Digitalberufe besser geeignet. In fast jedem zweiten Unternehmen (48 Prozent) herrscht die Meinung vor, IT- und Digitalberufe würden Frauen abschrecken“, heißt es in der Auswertung der Befragung von 600 Unternehmen. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht stereotype Rollenbilder noch in zu vielen Unternehmen verankert. „Wenn IT-Berufe Frauen abschrecken oder ihnen zu wenig bekannt sind, ist das kein Naturgesetz. Es ist ein klarer Auftrag an Unternehmen, Bildung und Politik, Barrieren abzubauen und IT-Berufe für Frauen sichtbar und attraktiv zu machen.“

Gleichstellung wichtig – aber in der IT leben Stereotype

Grundsätzlich ist Gleichstellung in den Unternehmen hoch angesehen, gemischte Teams sind weit verbreitet – nur eben nicht sehr in der IT. In keinem der befragten Unternehmen sind in den IT-Fachbereichen mehr Frauen als Männer beschäftigt. Als Gründe für den niedrigen Frauenanteil in den IT-Berufen werden u.a.  Hürden beim Wiedereinstieg gesehen, etwa fehlende Weiterbildungen während der Elternzeit. 48 Prozent nennen eine unzureichende Sensibilisierung von Führungskräften mit Personalverantwortung. Zudem spielen Stereotype innerhalb der Unternehmen eine Rolle: 47 Prozent sehen männlich geprägte Rollenbilder als Hemmnis. 39 Prozent sprechen von einer „gläsernen Decke“, also einer strukturellen Benachteiligung von Frauen bei gleicher Qualifikation und Leistung. 35 Prozent geben an, Frauenförderung werde von Teilen der männlichen Belegschaft als ungerecht empfunden.

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