4 von 10 IT-Teams setzen KI ein; Quelle: bitkom

Bitkom: Mehrheit erwartet keine Verluste von IT-Jobs durch KI

In Deutschland fehlen nach einer Untersuchung des Digitalverbandes Bitkom 79.000 IT-Fachkräfte. Damit habe sich die Zahl der unbesetzten Stellen im Vergleich zu 2023 (149.000) beinahe halbiert. Trotz des Rückganges bleibe die Lage auf dem IT-Arbeitsmarkt aber angespannt. 78 Prozent der Unternehmen beobachten Bitkom zufolge derzeit einen Mangel an IT-Fachkräften, 14 Prozent bewerten das Angebot als ausreichend, fünf Prozent sehen eher ein Überangebot. Drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten für die kommenden Jahre eine weitere Verschärfung der Fachkräftesituation. „Gut qualifizierte IT-Fachkräfte bleiben auch in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage gefragt“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst zur Veröffentlichung der Untersuchung „Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte“ seines Verbandes.

Der fragte auch nach dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf den IT-Arbeitsmarkt – nach Bitkom-Einschätzung sei dieser bislang eher begrenzt: Zwar setzen 42 Prozent der Unternehmen mit IT-Stellen KI bereits in der IT-Abteilung ein, etwa die Hälfte diskutierten oder planten den Einsatz. Wo Künstliche Intelligenz eingesetzt werde, geschehe dies bislang aber noch nicht systematisch oder flächendeckend.

Hälfte erwartet mehr Nachfrage nach KI-Experten

Etwa die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) erwartet, dass der KI-Einsatz auch zu einer verstärkten Nachfrage nach entsprechenden Experten mit KI-Wissen führen werde. Umgekehrt erwartet die deutliche Mehrheit (65 Prozent) keine Verluste von IT-Jobs durch KI. 85 Prozent der befragten Unternehmen haben bislang keine IT-Stellen wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz abgebaut. KI komme vielmehr dort zum Einsatz, wo sich Stellen aktuell nicht besetzen ließen.

KI verändert die Rollen in der IT – Druck zur Weiterbildung

Ebenfalls drei Viertel der Unternehmen erwarten, dass die strategische Steuerung und Kontrolle von Künstlicher Intelligenz die Anforderungsprofile an die IT-Fachkräfte verändern werden. 63 Prozent gehen nach der Befragung davon aus, dass KI-Kenntnisse und -Tools künftig in allen IT-Berufen benötigt werden. 61 Prozent rechnen zudem damit, dass IT-Fachkräfte stärker unter Druck stehen werden, sich stetig weiterzubilden – auch, weil sich die Aufgaben verändern: Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass Einstiegsaufgaben und Routinearbeiten KI-bedingt zukünftig entfallen werden. 29 Prozent geben an, dass Soft Skills für IT-Fachkräfte künftig wichtiger sein werden als fachliche Kompetenzen.

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