GenZ-Begeisterung für KI lässt nach
Der Einsatz von KI in der Generation Z ist größtenteils stabil, aber die Begeisterung dafür ist zurückgegangen, während die Skepsis gestiegen ist. Die Generation Z – diejenigen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden und derzeit 14 bis 29 Jahre alt sind – ist nicht davon überzeugt, dass KI die Kreativität oder das kritische Denken fördert, eine Mehrheit glaubt das KI die Lernfähigkeit eher negativ beeinflusst. Wie das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup in einer Onlinebefragung im März in dieser Altersgruppe herausgefunden hat, äußern Berufstätige aus der GenZ Bedenken in Bezug auf ihren Arbeitsplatz: Ein Mehrheit der Befragten betont die Risiken der KI, die deren Vorteile überwiegen und das Vertrauen in KI-unterstützte Arbeit sei geringer ist als in ausschließlich menschliche Leistung.
Der Einsatz generativer KI im Alltag durch die Generation Z ist der Mitteilung von Gallup zufolge im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben. Etwa die Hälfte (51 %) der 14- bis 29-Jährigen gibt weiterhin an, dass sie KI entweder täglich (22 %) oder wöchentlich (29 %) nutzen, während 11 % angaben, sie monatlich zu nutzen, 20 % alle paar Monate und 19 % sagen, dass sie KI-Tools nie nutzen.
Zudem sind Haltung und Emotionen gegenüber KI deutlich kritischer geworden: Drei von vier erhobenen Emotionen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativer gemessen worden. Die starke Begeisterung ist um 14 Prozentpunkte auf 22 % gesunken, während die Hoffnung auf KI um neun Punkte auf 18 % gesunken ist und die Wut um neun Prozentpunkte auf 31 % gestiegen ist. Gleichzeitig blieb die Emotion Angst gegenüber KI bei 42 % etwa konstant (s. Grafik).
Gleichzeitig wird deutlich, dass die Einstellung zu KI stark mit ihrer Nutzungsfrequenz im Zusammenhang steht: Wer häufiger nutzt, ist eher begeistert. Von den täglichen Nutzern geben 69 % an, neugierig zu sein, 44 % begeistert und 38 % hoffnungsvoll in Bezug auf die Technologie. Bei den Nicht-Nutzern beschreiben hingegen 60 % Angst und 59 % Wut.
