Suchen und Arbeiten sind die häufigsten Verwendungen für Chatbots, 1 von 10 nutzen diese Tools zur emotionalen Unterstützung; Quelle: PEW Research

Hälfte der US-Amerikaner nutzt Chatbots / Mehrheit sieht zu hohes Tempo

Etwa die Hälfte (49 %) der Erwachsenen in den USA nutzen Chatbots – deutlich mehr, als noch vor zwei Jahren (2024: 33 %). Dabei setzen etwa die Hälfte der NutzerInnen, also etwa jeder vierte US-Amerikaner, Chatbots ein- oder mehrmals täglich ein. Das ist das Ergebnis einer Befragung des PEW Research Center’s, einem vor allem auf gesellschaftliche und technische Veränderungen gerichteter Think-Tank in den USA. Die häufigste Nutzung der Chatbots erfolgt demnach auf der Suche nach Informationen (42 %), gefolgt von der Erledigung von Aufgaben für den Arbeitsprozess (38 %). Jeder Fünfte (20 %) fragt den Chatbot um medizinischen Rat, immerhin zehn Prozent suchen auch emotionale Unterstützung und Beratung.

Die Nutzung von Chatbots variiert der Untersuchung zufolge stark je nach Alter. Erwachsene unter 50 Jahren geben etwa doppelt so häufig wie Menschen über 50 Jahren an, dass sie ChatGPT verwenden (57 % gegenüber 28 %). Die Mehrheit der NutzerInnen sieht in den Chats eine Möglichkeit, sowohl Produktivität, als auch Kreativität zu steigern. Nur wenige (jeweils 5 %) sagen, dass Chatbots ihnen in beider Hinsicht schade.

Dagegen sagen immer mehr AmerikanerInnen voraus, dass KI eher schlecht als gut für die Gesellschaft sein werde. Vier von zehn Erwachsenen in den USA sagen, dass KI in den nächsten 20 Jahren einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben wird, nur 16 Prozent sehen positive Effekte auf die Gesellschaft, 31 Prozent sehen beides und 13 Prozent sind sich nicht sicher. Für die Auswirkungen auf sich selbst sind die Befragten geringfügig optimistischer: Hier sehen 23 Prozent positive Effekte, 31 Prozent negative Auswirkungen.

Zudem glaubt die Mehrheit der Amerikaner (63 %), dass Künstliche Intelligenz zu schnell voranschreitet. Nur 19 Prozent halten das Tempo für richtig, lediglich 2 % geht es noch zu langsam voran.

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