Meta erfasst Tastatureingaben seiner Mitarbeiter – und streicht Stellen

Um die eigenen KI-Lösungen zu trainieren, zeichnet der US-Tech-Konzern Meta Mausbewegungen und Tastatureingaben seiner Mitarbeiter auf, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und mehrere Medien, unter anderem die Berliner Zeitung. Ziel der Aufzeichnungen sei es, die Interaktionsfähigkeiten der KI zu verbessern. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass die gesammelten Daten in das Training dieser Systeme einfließen sollen. Sie würden jedoch nicht zur Leistungsbewertung von Mitarbeitern genutzt, sondern ausschließlich zur Verbesserung der Modelle. Bislang kämen KI-Anwendungen zum Beispiel mit der Verwendung von Dropdown-Menus und Tastenkürzeln nicht gut zurecht. Zudem sollen KI-Agenten trainiert werden, die mittelfristig auch die Aufgaben der Meta-MitarbeiterInnen übernehmen können.

Tatsächlich sickerte aus Meta-internen Quellen ein in Kürze bevorstehender Personalabbau im Zuge der gestiegenen Kosten für KI-Investitionen durch. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, sollen schon im Mai zehn Prozent – also etwa 8.000 Meta-Mitarbeiterinnen ihren Job verlieren. Das geht aus einem internen Memo des Konzerns hervor, das der Zeitung vorlag. Zusätzlich sollten Pläne zur Besetzung von 6.000 neuen Stellen gestrichen werden.

Inzwischen (20.Mai 2026) berichtet der britische The Guardian, dass mehr als 7.000 Meta-MitarbeiterInnen im Zuge der KI-Verstärkung in neuen Teams wechseln müssen. „Unsere Arbeit, Infrastruktur und unsere Produkte verändern sich grundlegend als Folge der anhaltenden Beschleunigung der KI“, schrieb Peter Hoose, Vizepräsident für Produktionstechnik bei Meta, in einem internen Beitrag über zwei neue Teams, den der Guardian eingesehen hat. Eines der Teams baut dem Bericht zufolge eine KI-Cloud-Infrastruktur auf, ein weiteres einen internen KI-Agenten.

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