Digitalminister Wildberger: KI wird Arbeitsmarkt stark verändern
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat inzwischen mehrfach vor dramatischen Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch künstliche Intelligenz (KI) gewarnt. „Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende“, sagte Wildberger etwa der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Ich bin überzeugt: Wenn wir in Deutschland die KI-Technologie führend anwenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu deutlich überproportionalem Wachstum führt, sehr hoch“. Das sei auch notwendige Voraussetzung dafür, um mit dem Geld den Jobmarkt umzubauen. „Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung“. Auch ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil der Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt abzufangen, so Wildberger. „Die schlimmste aller Antworten wäre es, zu sagen: Wir lehnen KI ab. Aufhalten können wir das nämlich nicht. Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren, und wir können nicht zulassen, dass das große Geld weiterhin fast ausschließlich in den USA und in China gemacht wird.“
Auch gegenüber der Bild am Sonntag nur eine Woche später (29.3.26) wiederholte Wildberger seine düstere Prognose für Softwareentwickler und KI-bedrohte Berufsgruppen: „Vor ein paar Jahren haben wir gesagt: Jeder muss programmieren lernen. Aber heute werden viele Programmierjobs durch eine KI ergänzt und gegebenenfalls auch ersetzt.» Unmittelbar betroffen seien auch Arbeitsplätze in Callcentern, da Chatbots zunehmend Anfragen übernehmen.