Unzufrieden mit reiner KI: Ford holt erfahrene Ingenieure zurück
Nach einem Bericht des britischen Fernsehsenders BBC und der Nachrichtenagentur Bloomberg hat der Autobauer Ford 350 erfahrene Ingenieure in die Qualitätskontrolle des Unternehmens zurückgeholt, nachdem KI-gestützte Kontrollsysteme nicht die erwünschten Ergebnisse erzielt hatten. „Künstliche Intelligenz ist ein fantastisches Werkzeug, aber sie ist nur so gut wie die Informationen, die man zum Trainieren verwendet“, sagte Charles Poon, Ford-Vizepräsident für Fahrzeughardware-Engineering, gegenüber Reportern. Man habe in den vergangenen Jahren „der Erfahrung unserer sachkundigsten Ingenieure, die durch viele Produktzyklen bei uns waren, nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie wir sollten“. Nun sollen die menschlichen Mitarbeiter ihre Erfahrungen an jüngere Beschäftigte weitertragen und vor allem die technischen Systeme trainieren.
Gegenüber dem Magazin Fortune erklärte ein Ford-Vertreter, diese Ingenieure arbeiteten nun als „interne Prüfer“ und sorgten dafür, dass Fehlerpunkte ausgeräumt würden, bevor sie den Shopfloor erreichten. Gleichzeitig bliebe Künstliche Intelligenz sehr wichtig, um die Qualitätsziele des Unternehmens zu erreichen – nur eben „zusammen mit tiefgreifendem technischem Fachwissen“ der intern als „graue Bärte“ bezeichneten Mitarbeiter.