Studie belegt Gender-AI-Gap in der öffentlichen Verwaltung

In der öffentlichen Verwaltung gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (Gender AI-Gap). Wie eine Studie von Forschern der Universität Bremen herausfand, sehen sich 21,6 Prozent der männlichen, aber nur 16,6 Prozent der weiblichen Beschäftigten in Verwaltungen als „Power-User“ der KI mit mindestens wöchentlichem Einsatz der Technologie. Gleichzeitig geben 49,3 Prozent der Frauen, aber nur 43,8 Prozent der Männer an, Künstliche Intelligenz noch nie eingesetzt zu haben.

Für die Untersuchung wurden im Zeitraum von März 2025 bis Juli 2026 rund 15.000 Beschäftigte aus 40 öffentlichen Verwaltungen in Deutschland befragt.

Für die Zukunft hingegen ist die Nutzungsbereitschaft mit etwa 85 Prozent bei Männern und Frauen gleich ausgeprägt. Weibliche Beschäftigte haben etwas größere (40,6 Prozent) Sorge über einen möglichen Kontrollverlust gegenüber der Künstlichen Intelligenz als ihre männlichen Kollegen (36,3 Prozent), zudem sagen etwas mehr Frauen als Männer (15,1 gegenüber 10,4 Prozent), sie befürchteten, den Umgang mit KI nicht gut lernen zu können. Männliche Verwaltungsmitarbeiter sehen bei sich auch deutlich häufiger (27 Prozent) bereits vorhandene KI-Kompetenz, als ihre Kolleginnen (16,6 Prozent).

Nach Einschätzung der Autoren um Professor Björn Niehaves und ist der Gender-AI-Gap auf Basis dieser Daten „weniger ein Unterschied in der Offenheit gegenüber KI, als vielmehr ein Unterschied in den Voraussetzungen, unter denen aus Offenheit tatsächliche Nutzung wird“. Die Studie wurde am Mittwoch öffentlich vorgestellt.

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