Man könnte ja meinen, die Arbeit mit KI-Agenten entlastet und gibt ihren menschlichen Erzeugern mehr Zeit und Freiräume. Dass wohl nicht selten das Gegenteil der Fall ist, beschreibt Markus Schuler sehr nah für die FAZ Digitalwirtschaft (paywall, 22.4.2026) in seinem Stück „Wird die Maschine schneller, schläft der Mensch weniger“ aus dem Silicon Valley. Es ist die Geschichte unter anderem um den CTO von Justpaid, Vinay Pinnaka, der sich mit Agenten umgibt, die seine Mails bearbeiten, seine Ideen aufnehmen und umsetzen und die sich schon ein wenig zwischen ihn und seine Frau drängen. „Es [das KI-Ding] liefert, meldet sich zurück und fragt nach dem Nächsten. Es ist sehr übermotiviert. Ich muss mit dieser Motivation Schritt halten. Als Mensch schaffe ich das nicht.“, sagt Pinnaka in dem Text.

„Vielleicht werden KI-Systeme am besten als außerirdische Intelligenzen verstanden“ – Ein Interview mit David Danks, Professor für KI und Philosophie an der University of Virginia, in der Süddeutschen Zeitung (paywall, 11.3.2026) über die besondersartige Intelligenz von Künstlicher Intelligenz. Sie als „stochastischen Papageien“ abzutun, werde den neuesten KI-Generationen nicht mehr gerecht. Ein Beitrag über Intelligenz, die nur beobachtet und die Bedeutung von staatlicher Regulierung und sozialen Normen für den KI-Einsatz in Unternehmen – am Beispiel des Widerstandes von Anthropic gegen den Einsatz für bestimmte militärische Zwecke.

Der Hype um die KI-Jobplattform „Rent a Human“ ist inzwischen etwas abgeebbt – wohl auch, weil noch immer nicht ganz klar ist, ob es sich hierbei nicht um einen großen Marketing-Gag handelt. Rent a Human ist die Plattform, auf der die Künstliche Intelligenz den Spieß umdreht: KI-Agenten suchen auf der Jobplattform menschliche Akteure („AI needs your Body“) für zumeist kleine Dienstleistungen, Botengänge etc. Die FAZ (1.3.2026) hat mit „Was steckt hinter „Rent a Human“?“ einen eher ernüchternden Selbstversuch gestartet. Immerhin weist das Portal inzwischen über 600.000 „rentable humans“ auf… Einen weiteren Selbstversuch gibt es auch bei Golem (3.3.2026, paywall).

OpenClaw im Selbstversuch: Was das gehypte Tool so magisch macht – ein Stück aus dem Österreichischen Der Standard über die Versuchung und Faszination beim Einrichten des Agenten-System OpenClaw des Österreichers Peter Steigenberger und warum das KI-Helferlein in einen Käfig gehört.

Categories

Saved Articles

Your bookmarked articles for offline reading