KI im Bewerbungsprozess derzeit noch die Ausnahme
Etwa jedes achte Unternehmen in Deutschland (12 Prozent) setzt Künstliche Intelligenz bereits im Bewerbungsprozess ein – alle anderen (88 Prozent) können sich dies für die Zukunft vorstellen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen mit drei und mehr Beschäftigten in Deutschland, die am Montag veröffentlicht wurde.
Aktuell setzen neun Prozent der Unternehmen KI ein, um Stellenanzeigen zu erstellen. Fast 6 von 10 Unternehmen (59 Prozent) können sich dies vorstellen. Fast die Hälfte (46 Prozent) kann sich zudem vorstellen, Stellenanzeigen auf Basis einer KI-Analyse zielgruppenspezifisch auszuspielen. Bislang machen dies lediglich drei Prozent der Unternehmen. Für die erste Durchsicht eingehender Bewerbungen setzen derzeit sechs Prozent der Unternehmen KI ein, 27 Prozent können sich dies vorstellen. Auch KI-basierte Kompetenz- oder Potenzialanalysen sind ein Thema: 5 Prozent der Unternehmen nutzen sie bereits, mehr als ein Drittel (34 Prozent) kann sich dies vorstellen. Auch im direkten Kontakt mit Bewerberinnen und Bewerbern sehen Unternehmen Potenzial: Zwei Prozent lassen Bewerbungsgespräche heute bereits von einer KI führen, 17 Prozent, also jedes sechste Unternehmen, kann sich dies für die Zukunft vorstellen.
Was den allgemeinen Einsatz digitaler Technologien im Bewerbungsprozess angeht, so sind die Unternehmen schon deutlich weiter als beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Alle befragten Unternehmen bieten die Möglichkeit, Bewerbungsunterlagen digital einzureichen. In 73 Prozent der Unternehmen ist es für Bewerberinnen und Bewerber zudem möglich, in einen Bewerberpool für weitere offene Stellen aufgenommen zu werden. Die Hälfte der Unternehmen ermöglicht Bewerbungsgespräche per Videokonferenz, weitere 34 Prozent können sich dies vorstellen. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) bietet digitale Assessment-Center oder Online-Testverfahren an und in fast einem Drittel der Unternehmen (32 Prozent) können Arbeitsverträge digital unterzeichnet werden.
(mit Presseinfo der Bitkom)