IAB 2026: Warum nutzen manche Betriebe keine KI

KI-Abstinenz: Viele Betriebe sehen noch keinen Anwendungsfall

Trotz rascher Verbreitung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen hatten nach einer Analyse des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im zweiten Halbjahr 2025 noch etwa zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland keine Künstliche Intelligenz im Einsatz und auch keine konkreten Planungen dazu angestellt. 

Als mit Abstand häufigsten Grund (88 Prozent der Betriebe ohne KI-Nutzung) benennen die Unternehmen in der Studie „Weshalb die meisten Betriebe Künstliche Intelligenz (noch) nicht nutzen“ fehlende Anwendungsmöglichkeiten. Alle anderen möglichen Ursachen werden deutlich seltener genannt. An zweiter Stelle der Hinderungsgründe folgt Fehlendes Wissen (36 Prozent), zudem ein Mangel an geeigneten Fachkräften (34) sowie die Inkompatibilität von vorhandenen Hard- oder Softwarelösungen (33).

In größeren Betrieben ist das Fehlen von Anwendungsfällen zwar auch der Hauptgrund (65 Prozent), aber deutlich seltener als in Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten (89 Prozent). Zudem spielen auch das Unternehmensalter (jüngere Betriebe nennen weniger technische oder organisatorische Hürden gegenüber KI) und rechtliche Unsicherheiten im Umgang mit KI eine Rolle. Dagegen hat die KI-Betroffenheit der Tätigkeiten in den Unternehmen nach der IAB-Analyse kaum einen Einfluss auf die Überwindung der KI-Abstinenz.

Die IAB-Forscher sehen in den Werten deutliche Anzeichen für ein weiterhin ungenutztes KI-Potenzial. „Ein Teil des technischen Anwendungspotenzials wird von den Nichtnutzern bislang möglicherweise nicht erkannt oder noch nicht in konkrete betriebliche Anwendungsfälle übersetzt“, heißt es in der Auswertung. Allerdings sind die Werte bereits aus dem Jahr 2025.

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