KI am Arbeitsplatz angekommen: Führungslevel hat Aufholbedarf
Vier von fünf Angestellte (85 Prozent) werden bei der Arbeit dazu ermutigt KI einzusetzen, aber nur bei 58 Prozent der in der von der HR-Plattform Culture Amp Befragten gab an, dass die Ziele des KI-Einsatz durch Führungskräfte genau erklärt werden.
Das Springer Journal IT-Director plädiert daher für einen offenen Umgang und einen ehrlichen Dialog über die Zukunft mit KI im Unternehmen – auch wenn Führungskräfte nicht immer Gewissheit über die Auswirkungen von KI z.B. auf Stellenprofile und Karrierewege haben.

Die Zahlen der Umfrage “How Employees Really Feel About AI at Work” zeichnen das Bild einer Belegschaft, die sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz produktiver fühlt (71 Prozent). Bei denen, die KI sehr viel nutzen liegt die Quote sogar bei 93 Prozent. Außerdem gibt die überwiegende Mehrheit an, dass sie sich auch den Risiken des KI-Einsatzes im Job bewusst ist (86 Prozent).

Leadership Gap
Allerdings berichteten nur 60 Prozent der befragten 112.000 Angestellten davon, dass ihre Führungskräfte ihnen konkrete Beispiele geben, wie KI sie bei der Arbeit unterstützen kann. Außerdem sank die Unsicherheit in Bezug auf Karrierewege um 10 Prozent im Vergleich zu einer Umfrage von 2025.
Statt eines „Adoption-Gap“ – also einer Anpassungslücke – zeigt die Studie eine „Leadership Gap“ – eine Führungslücke – auf. Denn, so Amy Lavoi die Vizepräsidentin von Culture Amp, dies sei keine Belegschaft, die sich dem Wandel widersetzt, sondern eine, die auf die Führung wartet. Sie fügt hinzu: „Das Beste, was eine Führungskraft derzeit tun kann, ist, zuzugeben, dass der Plan noch nicht fertig ist, und trotzdem weiter mit den Mitarbeitern zu sprechen. Gewissheit ist nicht das, was die Mitarbeiter derzeit von Ihnen brauchen. Offenheit ist es.“